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64285 Darmstadt
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Fax: +49 (6151) 963744
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Stimmen und andere Klänge (english version)

Freitag, 24. März 2006

14.45 - 19.00 Uhr

German Jazz Meeting (I): Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero, Erdmann 3000, Der Rote Bereich, jazzIndeed with Michael Schiefel, Aki Takase Projekt plays Fats Waller, Lisa Bassenge & Band, Lychee Lassi

Borgward Saal, Congress Centrum Bremen (CCB)

 

Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero

Das Trio um die Berliner Pianistin und Komponistin Julia Hülsmann ist spätestens seit Anfang 2003 in aller Munde. Die CD „Scattering Poems“ mit der Sängerin Rebekka Bakken als Gast wurde von Kritikern und Publikum hoch gelobt und mit dem German Jazz Award ausgezeichnet. Es folgte eine Randy-Newman-Hommage mit der Gastsängerin Anna Lauvergnac, „Come Closer“, die ebenso erfolgreich war. Bei ihrem neuen Projekt, „Good Morning Midnight“, vertont Julia Hülsmann Gedichte von einer der wichtigsten amerikanischen Dichterinnen: Emiliy Dickinson. Gemeinsam mit dem Sänger Roger Cicero, Sohn des viel zu früh verstorbenen Pianisten Eugen Cicero verwandelt sie die vermeintlichen Gegensätze zwischen Kunstlied und Pop, zwischen der amerikanischen Lyrik des 19. Jahrhunderts und dem europäischen Jazz der Jetztzeit in glücklich machende Gemeinsamkeiten verwandelt. In der tiefsten Nacht geht die Sonne auf.

 

Besetzung: Roger Cicero (vocals), Julia Hülsmann (piano), Marc Muellbauer (bass), Heinrich Köbberling (drums)

www.juliahuelsmann.de

Aktuelle CD: Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero: GOOD MORNING MIDNIGHT (ACT 9709-2)

Kontaktadresse: Concertbüro Uli Fild, Pestalozzistr. 28, 42579 Heiligenhaus, Tel. ++49 (0)2054 86517 Fax ++49 (0) 2054 86422, uli.fild@t-online.de, www.fild.de

 

 

Erdmann 3000  

Tenorsaxofonist Daniel Erdmann stammt aus der Volkswagen-Stadt Wolfsburg und lebt mit jeweils einem Bein in Berlin und Paris. Er spielte mit Aki Takase, Ed Schuller, Conny Bauer, Gebhard Ullmann, Herb Robertson, Joe Williamson, John Betsch, Yves Robert,  Pierre Dörge, Tony Buck, Hasse Poulsen u. v. a. Daniel Erdmann ist Initiator von diversen deutsch-französischen Projekten. Als Daniel Erdmann die Band 1999 gründete nannte sie sich noch Erdmann 2000. Mit dem gut überstandenen Milleniumswechsel, wurde es Zeit für den Modellwechsel. Inzwischen fährt (... und fährt und fährt) die Band unter dem Namen Erdmann 3000 durch Deutschland und die Welt zu Konzerten und Festivals. "Das Konzept der Band ist ebenso brillant wie seine Ausführung. So feinsinnig, so komplex, so locker ist diese Musik, dass sie schon fast zur Sprache wird. Zu einer Sprache, die wohl weltweit verstanden wird", schreibt Friedrich G. Stern in der  Nürnberger Zeitung.  

 

Besetzung: Daniel Erdmann (tenor sax), Frank Möbus (guitar), Johannes Fink (bass), John Schröder (drums)

Aktuelle CD: Erdmann 3000: WELCOME TO E3K (Enja CD 9163 2)

Kontaktadresse: Daniel Erdmann, Tel. ++49-(0)30 2361-8104, ++49-(0)179 492-7671, ++33-(0)66 602-6261, erdmann3000@web.de, www.daniel-erdmann.com

 

 

Der Rote Bereich

Der Rote Bereich gilt nicht erst seit gestern aufgrund seiner eigenwilligen Musik, seines anarchistischen Humors, seiner intelligenten Arrangements und seines originellen Sounds als wichtigster Vertreter des deutschen Avantgarde-Jazz – auch wenn die Herren selbst den Begriff Avantgarde nur akzeptieren würden, steckte man sie damit nicht in irgendeine musikalische Schublade. Ursprünglich von Gitarrist Frank Möbus und dem Bassklarinettisten Rudi Mahall in Nürnberg als Quintett-Formation mit dem amerikanischen Jazzposaunisten Marty Cook, Henning Sieverts am Bass und dem Drummer Jim Black gegründet, prägten doch, bei allen Umformierungen, die die Gruppe seitdem erfahren hat, Möbus und Mahall von Beginn an mit ihrer kreativen Suche nach frischem Klang, ihren doppelbödigen, von Pop und Rock ebenso wie von Jazz und Zwölfton-Musik beeinflussten Kompositionen und ihrer sehr individuellen, Energie geladenen Spielweise den unverwechselbaren Sound der Band. Stets fernab jeglicher Konventionen, Klischees und kommerziellen Erwägungen. Sie räumen radikal mit eingefahrenen Hörgewohnheiten auf, verblüffen immer aufs Neue mit überraschenden Rhythmuswechseln, unerwarteten Harmonieverschiebungen oder subversiv-ironischen Umdeutungen und haben dadurch auch ein junges Publikum für sich gewonnen, das Jazzkonzerten sonst eher reserviert gegenübersteht und welches sich eher dem Alternativ Rock zugehörig fühlt. "Gegen die Langeweile kämpfen Götter selbst vergebens" – doch, mit Verlaub, hier irrt der große Nietzsche, denn er kannte den Roten Bereich nicht.

 

Besetzung: Frank Möbus (guitar), Rudi Mahall (bass clarinet), Oliver Bernd Steidle (drums)

www.frankmoebus.de

Aktuelle CD: Frank Möbus/Der Rote Bereich: LIVE IN MONTREUX (ACT 9434-2)

Kontaktadresse: AsiaNetwork, Constanze Schliebs, c/o metrogap, Lausitzer Straße 10, 10999 Berlin, Tel. ++49 (0)30 6128-5671, Fax ++49 (0)30 6128-5685, constanze.schliebs@asianetwork.de, www.asianetwork.de

 

 

Michael Schiefels jazzIndeed

"Deja Vu" – da war doch mal was, Pop made in Germany, NDW. "Der deutsche Soundtrack unserer Jugend", sagt Michael Schiefel dazu, der phantasmagorische Sänger mit dem doppelbödig-androgynen Touch in der Stimme. Schiefel tummelt sich schon seit etlichen Jahren in der Berliner Musik-Szene, solo mit "Invisible Loop", "I Dont Belong" oder "Gay", als Gast in der "Symphonie aus der wilden Welt" und mit Thärichens Tentett auf "The Thin Edge". Schiefel gilt als Stimmwunder und als eine der großen Gesangshoffnungen deutscher Zunge. Denn neben einer Gesangsprofessur in Weimar hat er auch satte Bühnenpräsenz zu bieten. Dazu dann die lang erprobten Hauptstadt-Täter Jan von Klewitz am Saxophon, Bene Aperdannier an den Tasten, Paul Kleber am Bass und Rainer Winch am Schlagzeug – ein morbid-melancholisches Kreativkollektiv mit Groove und Sinnlichkeit. Hier  kommen Jazzer mit eigenen Roots, bekennende Pop-Sozialisierte ohne Berührungsängste und Denkbeulen. Lang genug hat's gedauert, dass in Deutschland gewagt wurde, was im Mutterland des Jazz schon immer selbstverständlich war. Musik ohne irgendwelche künstlerischen Gewissenverknotungen und ohne Qualitätsverlust. jazzIndeed erweitert den Traditionsbegriff um die eigene Erfahrungswelt: "Wir spielen Deutsch! Die 80er. Unsere Hits. In der Tat ... Es gibt Geschichten zu erzählen ..." Jazz, indeed!

 

Besetzung: Michael Schiefel (vocals), Jan von Klewitz (sax), Bene Aperdannier (piano), Paul Kleber (bass), Rainer Winch (drums)

www.schiefel.de

Aktuelle CD: jazzIndeed with Michael Schiefel: BLAUE AUGEN (ACT 9651-2)

Kontaktadresse: shoestring_jazz_booking, Tobias Schuster, Weichselstrasse 30, 10247 Berlin, Tel. ++49 (0)30 2501-9427 oder ++49 (0)30 9700-2147, Mobil: 0179-1215414, info@shoestring-jazz.de, www.shoestring-jazz.de

 

 

Aki Takase Project plays Fats Waller

Nichts Neues im Jazz? Mag ja sein, dass es eine Avantgarde im militärischen Sinne von Vorkämpfern, denen das Fußvolk in gebührendem Abstand folgt, nie mehr geben wird. Aber die großen Individualisten, die in Personalunion von Schöpfer und Interpret die Aura des Jazz immer bestimmt haben wie in keinem anderen Musikgenre, sind noch da. Und wenn sie in Hochform spielen, was sie begreiflicherweise nicht immer können, sind sie unwiderstehlich - und einmalig. Aki Takase zum Beispiel, die immer dann ihren bizarren Humor am besten inszenieren kann, wenn sie sich als Avantgardistin mit der Musik der Tradition auseinandersetzt. Im Jahr 2001 wurden bereits ihre Solo-CD "Le Cahier du Bal" (Leo Records) sowie ihr "W. C. Handy-Projekt" mit Rudi Mahall, Nils Wogram, Fred Frith und Paul Lovens unter dem Titel "St. Louis Blues" (Enja Records) veröffentlicht. Für letztere erhielt sie den SWR Jazzpreis. Das Folgeprojekt "Aki Takase plays Fats Waller" wurde zu einem internationalen Erfolg und erhielt den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2004. Die in Osaka geborene und in Berlin lebende Aki Takase ist eine sprühende Pianistin und Komponistin, die es gekonnt versteht, nicht bei einer Hommage stehen zu bleiben, sondern etwas Eigenes, Einmaliges und komplett Neues daraus zu machen.  

 

Besetzung: Aki Takase (piano), Rudi Mahall (bass clarinet), Nils Wogram (trombone), Eugene Chadbourne (vocals, banjo, guitar), Paul Lovens (drums)

Aktuelle CDs:

Aki Takase: AKI TAKASE PLAYS FATS WALLER (Enja CD 9152-2)

www.aki-takase.de

Kontaktadresse: AsiaNetwork, Constanze Schliebs, c/o metrogap, Lausitzer Straße 10, 10999 Berlin, Tel. ++49 (0)30 6128-5671, Fax ++49 (0)30 6128-5685, constanze.schliebs@asianetwork.de, www.asianetwork.de

 

 

Lisa Bassenge & Band

Als Jugendliche entdeckte Lisa Bassenge Jazz als verlässliche Lebenshilfe im Plattenschrank ihrer Mutter und mit 16 fing sie an zu singen. Heute hat sie ihr Musikstudium abgeschlossen und mittlerweile acht Aufnahmen mit verschiedenen Projekten herausgebracht. Lisa Bassenge, versucht mit ihren Arbeiten stets den Ewigkeitswert von Popnummern zu unterstreichen. Dies galt bislang für alle drei ihrer letzten, bei minor music erschienen, CDs „Going Home“, 2001, „A Sigh, A Song“, 2002, und zuletzt “Three“, 2004. Die wandlungsfähige, nuancenreiche Stimme, dieser "Virtuosin des kunstvollen Glicksens, ( ... ) Meisterin des ins fast Unendliche verlängerten Aushauchens" (Berliner Zeitung) umschifft die schroffen Klippen seichter Jazzgewässer, die gefährlich langweiligen Untiefen zahlloser Hotelbarformationen mit Eleganz und Leichtigkeit. Auf der neuen Platte, die im Herbst 06 erscheinen soll, wird aus dem Trio ein Quartett. Auf jeden Fall wird es Stücke zu hören geben von Irma Thomas, Lou Reed, Hildegard Knef, Hank Williams und vielen anderen. Unbedingt dabei sein wird Paul Kleber, Kontrabass und Perkussion, mit dem Bassenge schon seit 1996 bei verschiedenen Projekten wie micatone, Nylon und dem Lisa Bassenge Trio zusammen musiziert.

 

Besetzung: Lisa Bassenge (vocals), Kai Brückner (guitar), Tino Derado (piano), Paul Kleber (bass), Rainer Winsch (drums)

www.lisa-bassenge.de

Aktuelle CD: Lisa Bassenge Trio: THREE (minor music 801113)

Kontaktadresse: Konzertagentur Berthold Seliger, Jungstrasse 4, 10247 Berlin, Tel. ++49 (0)30 2930-9600, Fax ++49 (0)30 2904-9038, info@bseliger.de, www.bseliger.de

 

 

Lychee Lassi

Ein indischer Soft-Drink ist das nicht – aber ein musikalischer Edel-Cocktail nach höchst eigenwilligen Rezepten will die Musik von „Lychee Lassi“ schon sein. Seit bereits fünf Jahren mixen, rühren und schütteln die Musiker und Klang-Bastler dieser Berliner Band mit dem Musik-Shaker: der Bassist Beat Halberschmidt, der Gitarrist Dirk Berger, Schlagzeuger Sebastian Krajewski und an den Plattentellern DJ Illvibe. Was da zunächst wie eine normale Jazz-Combo aussieht, lässt zuweilen selbst belastbare Kritiker schwer delirieren – und nach gehörigen Dosierungen Reggae, Lounge-Musik und Free Jazz mit „Lychee Lassi“ in die Latin-Disko torkeln. Wieder nüchtern, entdecken sie dann, dass hier einmal mehr junge Musiker vorurteilsfrei auf das prinzipiell gleichberechtigte Nebeneinander von beinahe Allem und Jedem setzen – dass sich gerade in dieser demonstrativen Freiheit und Offenheit fast allen Einflüssen gegenüber Qualität, dann aber wirklich erst in der Auswahl erweist: im Rezept. Zum Beispiel für „Lychee Lassi“.

 

Besetzung: Beat Halberschmidt (bass), Dirk Berger (guitar), DJ Illvibe (turntables), Sebastian Krajewski (drums)

www.lycheelassi.de  

Aktuelle CD: Lychee Lassie: ANTHOLOGY (Eigenlabel)

Kontaktadresse: booking@lycheelassi.de

 










Das German Jazz Meeting 2008
wird gefördert durch:

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in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt / Goethe-Institut